Kreislaufwirtschaft & Nachhaltigkeit: Wie funktioniert das?
Die deutsche Gesellschaft wurde durch den industriellen Wandel und die wachsende Wirtschaft so wohlhabend. Der Konsum von Produkten steigt stetig, weil sich immer mehr Menschen immer mehr leisten können. Wir haben uns in den letzten Jahrzehnten arg daran gewöhnt: Jedes Jahr kommen zahlreiche neue Produkte auf den Markt, die man womöglich besser findet als das Bisherige.
Je höher die Nachfrage nach Produkten ist, desto mehr aber wird produziert. Insbesondere Smartphones werden überdurchschnittlich häufig neu gekauft. Die Ressourcen, die dafür benötigt werden, sind jedoch unter anderem seltene Rohstoffe und Energien, die nicht nachhaltig gewonnen werden, wodurch das Ökosystem belastet wird. Die Energiebilanz von Smartphones ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Allein zwischen 2007 und 2017 wurden zur Herstellung knapp 1.000 Terrawattstunden verbraucht (das entspricht in etwa dem jährlichen Energieverbrauch ganz Indiens). Auch der Verbrauch von seltenen Erden, die für die Herstellung von Smartphones benötigt werden, ist stark gestiegen. Etwa 60 verschiedene Elemente werden über die Jahre hinweg aus der Natur gewonnen und am Ende im Müll entsorgt. Um das zu vermeiden, gibt es jedoch eine Lösung: Die Kreislaufwirtschaft.
Kreislaufwirtschaft als Chance für das Ökosystem und den Menschen
Die Kreislaufwirtschaft beschreibt einen Zyklus, bei dem Rohstoffe in einem Kreislauf bleiben. Rohstoffe werden gewonnen, verwendet und wiederverwendet, statt in Teilen aussortiert und weggeschmissen. So entsteht ein Kreislauf mit denselben Rohstoffen.
Oft wird von „nachhaltiger Kreislaufwirtschaft“ gesprochen. Fakt ist, dass die Kreislaufwirtschaft eigentlich ein nachhaltiges System ist. Bei dem Ansatz “Cradle to Cradle”, (engl. für “von der Wiege zur Wiege”) wird genau diese Nachhaltigkeit weitergeschrieben. Dort wird zwischen dem technischen Kreislauf und dem biologischen Kreislauf unterschieden. Beim ersten werden technische Produkte wie das Smartphone nach langer Verwendung gänzlich demontiert und wiederverwendet, während das zweite den biologischen Abbau eines Produkts (z.B. von Kleidung) beschreibt. Nach der Verwendung wird die Kleidung dem Ökosystem wieder zu 100 Prozent zugeführt. Dabei kommt es zusätzlich darauf an, dass alle Ressourcen, zum Beispiel Strom, nachhaltig gewonnen werden. Dieser Ansatz wird insbesondere in Produktentwicklung und produktspezifischen Wirtschaftsprozessen verfolgt.
Umsetzung der Kreislaufwirtschaft bei Smartphones
Es gibt bereits erfolgreiche Unternehmen, die vergleichsweise nachhaltige Smartphones produzieren, z.B. Fairphone. Auf lange Sicht muss sich eine nachhaltige Lebensweise etablieren, damit Abfälle vermieden und das Ökosystem geschont wird. Durch Sensibilisierung der Gesamtgesellschaft kann die Kreislaufwirtschaft so nachhaltig sein, wie sie sein sollte. Für das Gelingen der Kreislaufwirtschaft spielen daneben weitere Bereiche eine wichtige Rolle: Menschen in Wirtschaft und Politik müssen entsprechende Weichen für die Transformation hin zu einer Kreislaufwirtschaft stellen. Hier kommt es auf das Zusammenspiel vieler an. Dafür kann jede und jeder Einzelne von uns etwas tun!
Was kann ich persönlich tun?
Am Ende sind die Kundinnen und Kunden, die Verbraucherin und der Verbraucher, ist jeder Mensch auf der Welt für den eigenen Konsum und das eigene Handeln mitverantwortlich. Je weniger Produkte du kaufst, desto weniger Produkte müssen hergestellt werden.
Überlege dir zum Beispiel, ob es wirklich das neue Smartphone sein muss. Es gibt auch Smartphones zu kaufen, deren Akkus leicht zu wechseln sind, oder gebrauchte aufbereitete Geräte. Du kannst auch dein Smartphone reparieren (lassen), wenn es einen Defekt hat.
SAUBER WALDFUNK
Die SAUBER ENERGIE bietet seit 2022 einen besonderen Mobilfunktarif an. Denn auch das mobile Internet kann Teil einer Kreislaufwirtschaft werden. Datenvolumen verbraucht viel Energie und damit viele Tonnen CO2, um Suchmaschinen-Anfragen zu tätigen, Websites aufzurufen, zu streamen und andere Online-Dienste in Anspruch zu nehmen. Diese Emissionen lassen sich auch durch achtsame Nutzung bislang leider nicht komplett vermeiden.
Was wir dabei versprechen: Gemeinsam mit unserem Partner First Climate schützen wir eine große Fläche Regenwald vor der Abholzung (hier geht es zum Umweltschutzprojekt und mehr Details dazu). So wird der Wald große Mengen CO2 speichern und gleichzeitig als Lebensraum für bedrohte Arten erhalten bleiben.
Zugleich rufen wir dich auf, aktiv die nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu unterstützen, indem du z.B. kein neues Smartphone mit einem zugehörigen Vertrag kaufst, sondern dein altes Smartphone weiter nutzt. Und wenn es einmal nicht mehr funk(tionier)en sollte, kannst du dein Gerät zum Beispiel an den NABU spenden, der dieses wiederaufbereitet.
Übrigens: Waldschutz ist aktiver Klimaschutz.
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