KLIMABLOG

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11.11.2020

Das BEHG – Was ist das, und was hat meine Heizung damit zu tun?

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz – Staatliche CO2-Abgabe

Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) ist eine staatliche CO2-Bepreisung auf alle fossilen Brennstoffe. Dieses Gesetz verabschiedete die Bundesregierung 2019 als Teil ihres Klimaschutzprogramms 2030, zu dem sie sich im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens verpflichtet hat. Ein langfristiges Ziel dieses Abkommens ist es, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2°C zu begrenzen. Diese Abgabe wird erstmals zu Januar 2021 fällig und zunächst bis 2025 stufenweise erhöht.  

2021 25 €/t CO2
2022 30 €/t CO2
2023 35 €/t CO2
2024 45 €/t CO2
2025 55 €/t CO2

 

 

Ab dem Jahr 2026 werden die Erhöhungen per Auktion festgelegt.

Aber was bedeutet das nun konkret für mich?

Bei einer Gasheizung mit einem Verbrauch von 20.000 kWh/Jahr (das entspricht in etwa dem Verbrauch eines Ein-Familien-Haushalts) entstehen durch die CO2-Abgabe Mehrkosten in Höhe von 120€ im Jahr 2021. Bei jährlichen Steigerungen dieser Mehrkosten summieren sich diese in den nächsten 10 Jahren auf über 2.000€. Weiterhin betrifft die Abgabe Benzin- und Dieselkraftstoffe. Hier kommt eine deutlich höhere Preissteigerung auf uns zu, nämlich 13 ct/Liter bzw. 14,5 ct/Liter bis zum Jahr 2025.

Welche Alternativen zu fossilen Brennstoffen habe ich?

Grundsätzlich gilt: Energieträger wie Erdgas und Öl sind endliche Ressourcen. Sie lassen sich nicht in den Kreislauf rückführen, sondern werden als CO2 in unsere Atmosphäre abgegeben. CO2 hat genau wie Lachgas und Methan einen erwärmenden Effekt auf unsere Umwelt und ist aufgrund seiner viel höheren Konzentration in unserer Atmosphäre Klimakiller Nr.1. Mehr Informationen dazu, welche Auswirkungen CO2 auf uns und die Natur hat, liest du in diesem Blogbeitrag. Nur wenn wir es schaffen, fossile Energieträger durch nachhaltige Energieerzeugung zu ersetzen, können wir die mittel- und langfristigen Klimaziele erreichen. Daher ist es schon jetzt wichtig, sich über alternative Energiequellen zu informieren. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet hier viele Fördermöglichkeiten bei der Installation einer klimafreundlichen Heizungsanlage an. So fördert das BAFA zum Beispiel Umrüstungen mit einem Zuschuss von bis zu 45% der Installationskosten. Förderfähig sind neben dem kompletten Tausch auch klimafreundliche Ergänzungen zur alten Heizanlage.

Fördermöglichkeiten durch die BAFA für klimafreundliche Heizungen

Quelle: https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html

Eine neue Heizung kommt nicht in Frage? Dann sind Beimischungen von Biogas eine klimafreundliche Alternative, da es sich bei 100%igem Biogas nicht um einen fossilen Brennstoff, sondern um ein Gärprodukt natürlichen Ursprungs handelt. Das BEHG greift für Biogas also nicht.

Eine weitere Möglichkeit: Den alten Verbrenner gegen ein Fahrzeug mit Elektromotor eintauschen. Angesichts der staatlichen Förderungen und der enormen Rabatte vieler Automobilhersteller wird der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug jetzt noch attraktiver. Betrieben mit Ökostrom, ist es auf jeden Fall eine sauberere Alternative zum Verbrenner.

 

Wie kann ich außerdem Energie sparen?

Aber auch kurzfristig lässt sich der Energieverbrauch mit ein paar einfachen Tricks senken und damit Kosten sparen. Unsere Tipps lohnen sich dabei in jedem Fall, auch wenn bereits eine klimafreundliche Heizung vorhanden ist. Denn für den Klimaschutz ist Energiesparen das A und O!

Richtig lüften

Vor allem im Winter sollte stoßweise gelüftet werden, kein Kippen, damit nicht zu viel Wärme verloren geht. Das bedeutet, die Fenster werden komplett geöffnet, gegenüberliegende Fenster am besten gleich mit. Nach 10 Minuten ist der Luftaustausch abgeschlossen, und die Fenster können wieder geschlossen werden.

Heizkörper nicht zustellen

Der Heizkörper sollte immer möglichst freistehen. Daher die Möbel so umstellen, dass sie einen größtmöglichen Abstand zur Heizung haben.

Temperaturen prüfen

Müssen es immer die 24 Grad im Wohnzimmer sein? Jedes Grad weniger spart massig Energie ein. Mit Decke auf dem Sofa ist es doch auch gemütlich.

Zeitschaltuhren verwenden

Im Bad soll es morgens am liebsten muckelig warm sein? Dafür muss die Heizung aber nicht schon am Abend vorher hochgedreht werden. Mit Zeitschaltuhren lässt sich jede Heizung individuell einstellen, sodass keine leeren Zimmer beheizt werden. Viele lassen sich auch per App mit dem Smartphone koppeln. So hast du jederzeit die Kontrolle über die Temperatur jedes Raumes.

Kurze Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen

Die beste Alternative zum Auto? Kein Auto! Vor allem in städtischen Gebieten erledigt man mit dem Fahrrad viele Strecken weitaus schneller als mit dem Auto. Einkäufe, Arztbesuche, oder der Weg ins Fitnessstudio – mit dem Rad gut zu erreichen und man spart sich die Parkplatzsuche. Doch auch in ländlicheren Regionen können Erledigungen mit dem Rad eine Alternative darstellen. Anstatt mehrmals die Woche in den Supermarkt zu fahren, kann man auf den zahlreichen Hofläden regional und frisch einkaufen.

 

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