KLIMABLOG

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08.07.2020

Unser Freund, der Baum

Baum: Flatterulme
Die Flatterulme, zu der dieses Blatt gehört, benötigt wie viele andere Bäume dringend Hilfe. | Foto: Gettyimages / Composing: trurnit Publishers
 
 
Hätten Sie es erkannt? Dieses Blatt gehört zu einer Flatterulme. 2019 wurde sie zum Baum des Jahres gewählt. Diese Auszeichnung soll jedes Jahr – ähnlich wie beim Vogel des Jahres – auf gefährdete Arten aufmerksam machen. Denn wie fast alle Baumarten in Deutschland braucht die Flatterulme unsere Hilfe.
 
Mit einigen Maßnahmen können wir die grünen Riesen unterstützen. Wie das auch im Kleinen und vor allem im Alltag geht, lest Ihr im folgenden Beitrag.
 
Bäume sind wahre Alleskönner. Sie sorgen für besseres Klima und bieten Tieren und Pflanzen Lebensraum. Sogar Eichhörnchen und Fledermäuse bewohnen Baumhöhlen von älteren Exemplaren. Im Sommer spenden sie Schatten. Das ist vor allem in Städten wichtig: Ihre dichten Blätter verhindern, dass Straßen und Asphalt sich in der prallen Sonne aufheizen.
 

Lufterfrischer Baum

Bäume machen die Luft nicht nur kühler, sondern auch besser: Sie binden Schwebstoffe wie Ruß- oder Abrieb von Autoreifen. Dadurch sind sie wahre Feinstaub-Filter. Die Blätter befeuchten zudem die Luft. So lässt es sich besser durchatmen.
 

Sauerstoff-Produzent

Dass Pflanzen Photosynthese betreiben, haben wir in der Schule gelernt. Dabei verwandeln Pflanzen – und eben auch Bäume – Kohlendioxid (CO2) aus der Umgebung mithilfe von Sonnenlicht in Zucker. Den Zucker benötigen sie zum Wachsen. Ein praktisches Abfallprodukt dabei: Sauerstoff. Bäume benötigen zwar selbst auch Sauerstoff zum leben – aber sie produzieren mehr, als sie verbrauchen. Ohne die Photosynthese der Bäume wäre kein Leben auf der Erde möglich. Ein Grund mehr, sie zu schützen.
 

Alt wie ein Baum

Je älter ein Baum, desto mehr CO2 kann er aufnehmen. Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt anfangen, viele junge Bäume in den Städten zu pflanzen. Wenn sie in einigen Jahren gewachsen sind, speichern sie viel CO2. Bäume, die in der Stadt und an Straßen stehen, leben oft wesentlich kürzer als ihre Verwandten in Parks: Während ein Stadtbaum oft nur 60 Jahre lebt, schafft der Parkbaum immerhin 200 Jahre. Umso wichtiger ist es daher, dass wir auch den Bäumen in der Stadt helfen.
 

Bäume für die Seele

Bäume sorgen für gute Luft und gutes Klima. Aber auch unserem Geist tun sie gut: Ein Spaziergang im Wald wirkt sich nachweislich positiv auf die Gesundheit aus. Der Blick in eine grüne Baumkrone senkt der Blutdruck, entspannt und lässt uns seelisch zur Ruhe kommen. Seit ein paar Jahren hat der bewusste Aufenthalt im Wald sogar einen eigenen Namen: Waldbaden.
 

Bäume brauchen unsere Hilfe

Die Flatterulme, zu der das Blatt ganz oben gehört, steht in vielen Bundesländern bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Ihr machen begradigte Flüsse und trockengelegte Feuchtgebiete das Leben schwer. Aber auch anderen Bäumen geht es schlecht. Von den 60.063 Baumarten auf der Erde sind 10.000 vom Aussterben bedroht. Auch deutsche Baumarten werden immer seltener. Trockenheit macht sie anfälliger für Krankheiten und Schäden. Allen voran: Fichten und Buchen. Da sie die meist vertretene Baumart unter den Nadel- bzw. Laubbäumen sind, ist das besonders gravierend.
Die häufigsten Bilder unserer Wälder
Der Anteil an Nadelbäumen ist nur geringfügig größer als der von Laubbäumen. Am häufigsten kommen Buchen (Laubbäume) und Fichten (Nadelbäume) vor. | Foto: Gettyimages / Composing: trurnit Publishers

 

Warum ist Artenvielfalt wichtig?

Jede Art hat ihren Platz im Ökosystem. Manche Insekten sind etwa auf bestimmte Baumarten spezialisiert – ohne diese Bäume, verschwinden auch sie. Das kann eine ökologische Kettenreaktion auslösen, in der immer neue Tierarten verschwinden. Und auch für unser Klima ist Artenvielfalt wichtig: Je älter die Waldbestände und je größer die Artenvielfalt, desto besser können sie CO2 aufnehmen.
 

Weihnachtsbaum – ja oder nein?

Bis Weihnachten ist es noch etwas hin. Trotzdem lohnt sich schon jetzt die Frage: Sollte man, um Wälder zu schützen, auf einen Weihnachtsbaum verzichten? Das muss nicht sein. Weihnachtsbäume werden in der Regel in Kulturen extra angebaut. Der Natur wird also nichts weggenommen. Zudem nehmen die Weihnachtsbäume solange sie wachsen ebenfalls CO2 auf. Am besten den Baum beim regionalen Händler kaufen und auf Bioqualität achten, da sonst Pestizide zum Einsatz kommen können.
 

Langfristig Bäumen helfen

Einige Städte bieten Patenschaften für Stadtbäume an. Jeder kann auch direkt mit anpacken und Bäumen in trockenen Phasen einmal pro Woche eine Portion Wasser gönnen: Etwa 10 Liter dürfen es mindestens sein. Wer kann, sammelt am besten Regenwasser. Übrigens ist den grünen Riesen ein eigener „Tag-des-Baumes“ gewidmet: Am 25. April finden jedes Jahr viele Aktionen statt.
 

Jugendliche und Kinder für Bäume

Einer, der Bäumen unter die Äste greifen will, ist Felix Finkbeiner. Im Alter von 9 Jahren gründete er 2007 „Plant-for-the-Planet“. Das Ziel seiner Organisation: Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen eine Billion Bäume pflanzen – also 1000 Milliarden. Über 13 Milliarden Bäume hat die Initiative nach eigenen Angaben schon gepflanzt.
 
Aber nun zu uns allen. Wie können auch wir Tag für Tag mithelfen?
 

Kleine Schritte für jeden Tag

Nicht nur große Taten helfen Bäumen, auch die kleinen Dinge, die wir jeden Tag tun, entscheiden. Zum Beispiel, wenn wir Papier nutzen. Diese Tipps helfen Bäumen:
 
  • Prüfen, ob eine E-Mail unbedingt ausgedruckt werden muss
  • Beim Drucken Vorder- und Rückseite des Blattes bedrucken
  • Ob Toilettenpapier oder Schreibblock: Wo es geht, Recycling-Papier verwenden
  • Altpapier sammeln und recyceln
  • Küchenpapier vermeiden
 

Aber auch unterwegs können kleine Maßnahmen große Wirkung zeigen:

  • Den Coffee-to-go in einen mitgebrachten Mehrwegbecher füllen lassen.
  • Auf Papier- und Plastiktüten verzichten und stattdessen einen Stoffbeutel oder Einkaufskorb verwenden.
  • Beim Einkauf von Produkten und Holz auf das FSC-Gütesiegel achten. Die Zertifizierung sagt aus, dass das verwendete Holz aus einer verantwortungsvollen und umweltfreundlichen Waldwirtschaft stammt.
 

Und auch vor der Haustüre lohnt es sich, auf das Baumwohl zu achten:

  • Das Fahrrad am besten nicht an Bäumen abschließen – vor allem junge Bäume können dadurch am Stamm verletzt werden.
  • Im Winter auf Streusalz verzichten. Stattdessen sogenannte „abstumpfende Mittel“ verwenden, die mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet sind.
  • Beim Gassigehen darauf achten, dass der Hund nicht immer denselben Baum „wässert“.
 
 

Waldschutz mit SAUBER ENERGIE

Bäume schützen geht sogar noch einfacher. Mit jedem Neukunden, der SAUBER STROM oder SAUBER GAS bezieht, wächst der SAUBER-Wald weiter: Für jeden Neukunden pachtet SAUBER ENERGIE ein Stück im Buchen-Urwaldprojekt des bekannten Förster Peter Wohlleben dazu und stellt es unter Schutz.
 
Außerdem fördert SAUBER ENERGIE über den Projektpartner First Climate den gemeinnützigen Verein Bergwaldprojekt e.V. Hunderte Freiwillige forsten Wälder auf, renaturieren Moore und schützen den Lebensraum von Tieren. So leisten SAUBER ENERGIE-Kunden ganz einfach einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz, jeden Tag.

 

Deine kleinen Schritte

... für ein nachhaltigeres Leben „zum Mitnehmen“.
 
Diese kleine Erinnerungshilfe soll dich dabei unterstützen, Bäumen im Alltag zu helfen. Wenn du möchtest, kannst Du im Laufe der Zeit auch abhaken, was du schon umgesetzt hast:
 
 

 

 

 

 

Weitere Ideen kannst du gerne und jederzeit mit uns und allen anderen Leserinnen und Lesern teilen. Schreib sie einfach in die die Kommentare.

 

#365TageKlimaschutz
#SauberEnergie

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Kommentar von Sue |

Als "Verbraucher" hat man allerdings nur bedingten Einfluss auf die Produktion und oft schlicht keine andere Wahl insbesondere bei Verpackungen und Werbung. Solange es in der Industrie kein wirkliches Umdenken und Umrüsten gibt, wird sich nur wenig ändern. Die Politik müsste entsprechende Weichen stellen. Leider ist sie zunehmend korrupt. Stichwort Glyphosat z.B. oder auch der gesamte Chemie- und Pharmabereich. Profit ist immer noch die Prämisse, und alles andere wird dem untergeordnet - einschließlich unserer Gesundheit...

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