26.02.2020

Strompreis: Wieviel kostet meine Kilowattstunde und was steckt dahinter?

Wie setzt sich mein Strompreis zusammen
Foto: Pixabay | Free-Photos

Jeder von uns kennt das: Es flattert die Post rein, und unter den Briefen findet sich auch eine Ankündigung des Stromanbieters: Der Strom wird teuer für das nächste Vertragsjahr. Ein guter Grund, den bisherigen Stromtarif mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob ein Wechsel sinnvoll ist oder nicht, hängt von verschiedenen Kriterien ab, die wir in diesem Blogbeitrag genauer vorstellen.

Wie sich der Strompreis zusammensetzt

Wie viele Kilowattstunden Strom hast Du in den letzten zwölf Monaten verbraucht? Durchschnittlich sind das bei einem Haushalt mit zwei Personen etwa 3.000 Kilowattstunden im Jahr. Das sind pro Tag also um die acht Kilowattstunden. Im Jahr 2019 kostete eine Kilowattstunde durchschnittlich 30,43 Cent.

Pro Tag lagen die Stromkosten für 2019 also für einen Zwei-Personen-Haushalt bei rund 2,74 Euro.

Wie setzt sich mein Strompreis zusammen
Quelle: https://strom-report.de/strompreise/#strompreiszusammensetzung


Wusstest Du, dass über die Hälfte von diesem Geld an den Staat in Form von Steuern, Abgaben und sogenannten Umlagen geht? Der Staat behält aber nicht alles, was an Abgaben und Umlagen pro Kilowattstunde bezahlt wird: Ein Teil davon geht weiter an alle Jene, die z.B. eine Solaranlage auf ihrem Dach betreiben. Das passiert über die sogenannte EEG-Umlage, über die oft gesprochen wird. Pro Kilowattstunde sind das im Jahr 2019 genau 6,4 Cent. Anders erklärt: Ein Zwei-Personen-Haushalt ohne eigene Solaranlage gibt im Jahr um die 192 Euro der eigenen Stromkosten über die EEG-Umlage weiter an die zahlreichen Betreiber von Erneuerbaren Energieanlagen im Land. Im Privatbereich ist das vor allem die Solarenergie.

Wie setzt sich mein Strompreis zusammen
Foto: Pixabay | Skeeze


Der Strompreis besteht aus vielen Bausteinen

Knapp ein Viertel der Stromkosten pro Kilowattstunde fallen dafür an, die Stromnetze zu betreiben – also die Leitungen, über die der Strom transportiert wird und letztlich in die Steckdose kommt. Auch der Stromzähler im Keller kostet ein bisschen, das sind normalerweise nur um die 5 Cent am Tag, wenn es sich um einen einfachen Stromzähler handelt. Ein Smart Meter kostet etwas mehr, aber bietet dafür auch Mehrwerte, über die ein simpler digitaler oder gar analoger Stromzähler nicht verfügt.

Wie setzt sich mein Strompreis zusammen
Foto: Pixabay | Nikiko

Ein Viertel der Stromkosten bekommt der Stromanbieter. In unserem Beispiel sind das am Tag etwa 64 Cent oder 232 Euro im Jahr. Dafür kauft der Stromanbieter die Energie an der Strombörse ein und finanziert zusätzlich alle eigenen Kosten wie Mitarbeiterlöhne, Gebäude, IT-Infrastruktur, Vertrieb u.a.

Deutschland bietet die sicherste Energieversorgung weltweit

Wie man sieht: Die in Deutschland vergleichsweise hohen Stromkosten sind zu einem sehr hohen Anteil durch die staatlich regulierten Preisbestandteile geprägt –dafür gibt es aber auch sehr gute Gegenleistungen: Nirgendwo sonst auf der Welt ist die Stromversorgung so sicher gewährleistet wie in Deutschland. Klar, wenn mal ein extremer Sturm einen Strommast umreißt, fällt der Strom natürlich aus. Aber von solchen Sonderfällen abgesehen sind unsere Stromnetze hier super fit und auch für die Energiezukunft gewachsen, wenn immer mehr Solar- und Windstrom in den Stromnetzen transportiert werden und sich nach und nach der gleichmäßig erzeugte Atom- und Kohlestromanteil reduziert.

Übrigens – jetzt kommt das Fachwissen für die Profis: Kurz vor Jahresende passen die Betreiber der Stromleitungen ihre Gebühren an, oftmals leider mit dem Pfeilchen nach oben. Denn die Stromnetze werden durch schwankende Solarenergie und Windkraft immer stärker beansprucht und müssen entsprechend modernisiert und ausgebaut werden. Das hat damit dann auch Auswirkungen auf die Stromkosten für jeden von uns – auch das ist einer der Gründe für den unbeliebten Brief mit Infos zu „Preisanpassungen“ in den Briefkasten.

Hohe Stromkosten – hervorragende Gegenleistungen

Als kleiner Trost: Wir sind von klein auf eine sichere Stromversorgung gewohnt – und können uns auch in Zukunft darauf verlassen. Ein Großteil der beschriebenen Strompreisbestandteile werden vor allem dafür eingesetzt, immer mehr Solarenergie und Windkraft zu erzeugen, zu speichern und zu transportieren und für uns nutzbar zu machen – und damit eine immer sauberere Energieversorgung zu ermöglichen. Das allein ist schon ein gutes Argument, die Stromkosten anders zu bewerten und sich über die Vorteile dieser zukunftssicheren, sauberen Versorgung im Klaren zu sein.

Schlaue Rechner haben sich übrigens mal genauer angesehen, was ein Big Mac in welchem Land kostet und mit dem Big-Mac-Index Erstaunliches herausgefunden: Wir haben nicht die höchsten Stromkosten hier in Deutschland – diese liegen in Irland gefolgt von Slowenien und Belgien. Deutschland liegt in dieser Berechnung nur auf Platz 17 von 26. Dieser „Big-Mac-Index“ existiert seit 1986 und wird regelmäßig genutzt, um abhängig von der Kaufkraft in einem Land solche Rankings zu erstellen.

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Foto: Pixabay | Skeeze

Bewusst entscheiden lohnt sich

Was also tun, wenn ein Wechsel ansteht? Nehmt euch ein paar Minuten Zeit, um Euch ein Bild über die eigenen Energiekosten zu machen. Wir haben Euch hier Auswahlkriterien für einen Stromanbieter aufgelistet – und hoffen natürlich, dass Ihr bei der SAUBER ENERGIE alles wiederfindet, um Euch bei uns wohl zu fühlen und uns als Euren favorisierten Stromanbieter treu zu bleiben:

  • Wie hilfsbereit ist der Anbieter beim Wechsel des Stromanbieters? Auf jeden Fall sollte man nicht selbst beim alten Anbieter kündigen müssen – das übernimmt als kostenfreier Service der neue Stromanbieter für seine Kunden. (https://www.sauberenergie.de/service/wechsel)
  • Handelt es sich um zertifizierten Ökostrom? Gibt es Auszeichnungen bei Tests aus den letzten zwei Jahren? (https://www.sauberenergie.de/ueber-uns/auszeichnungen) Das ist wichtig, denn sie zeigen, dass auch unabhängige Experten eine zuverlässige, kundenfreundliche und klimaschonende Stromversorgung bestätigen.
  • Wo liegen die Gesamtkosten, berechnet für zwölf Monate? Hier lohnt sich ein Taschenrechner zur Hand, denn durch unterschiedliche Grundpreise sowie Wechselrabatte oder Boni ist ein direkter Vergleich – ohne genauer nachzurechnen – gar nicht so einfach. (https://www.sauberenergie.de/produkte/sauber-strom) Oft liegen die Kosten pro Kilowattstunde nur Bruchteile von Cent auseinander, aufs Jahr gerechnet sind das manchmal weniger als 50 Euro Unterschied. Dann lohnt es sich auf jeden Fall, diesen nächsten Aspekt in die eigene Entscheidung miteinzubeziehen, nämlich:
  • Wie glaubwürdig engagiert sich der Stromanbieter für die Umwelt und den Klimaschutz? Gibt es echte Aktionen, wo hier in Deutschland gemeinsam angepackt wird? Und wo man vielleicht sogar selbst mitmachen kann? (https://www.mit-energie-anpacken.de/startseite)

Die SAUBER ENERGIE freut sich über viele langjährige, treue Kunden und begrüßt auch die Neukunden ganz herzlich mit ihrem Versprechen: Wir packen weiter gemeinsam an. Ob beim "Laufen für den Wald" für Laufbegeisterte oder mit den Baumbotschaftern für Natur- und Waldliebhaber und unseren zahlreichen Waldaufforstungsaktionen in ganz Deutschland.

Bergwaldprojekt Erzgebirge
Foto: Bergwaldprojekt e.V.

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