KLIMABLOG

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03.11.2020

So viel Wasserverbrauch steckt in unserem Alltag

Sauberes Wasser aus dem Wasserhahn ist wichtig. Tipps gegen Wasserknappheit und Wasserverschwendung
Über 2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, während die Industrienationen aus dem Vollen schöpfen.

 

 

Waschen, kochen, Zähne putzen – misst man nur den offensichtlichen Wasserverbrauch in deutschen Haushalten, dann kommt man auf etwas mehr als 120 Liter pro Kopf und Tag. Und obwohl der Verbrauch in Deutschland seit Jahren sinkt, liegt der Durchschnittsverbrauch pro Person hierzulande bei immer noch fast fünfmal so viel Wasser wie bei einem Verbraucher in Indien.

 

Was steckt hinter dem virtuellen Wasserverbrauch?

Der virtuelle Wasserverbrauch – also die Wassermenge, die für unseren Konsum benötigt wird, ist noch um einiges höher. Unglaubliche 4.230 Liter virtuelles Wasser verbraucht jeder von uns – Tag für Tag. Das hat die Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e. V. errechnet. Dieser immense Verbrauch entsteht unter anderem durch die Lebensmittel, die wir essen, sowie bei der Herstellung unserer Kleidung und technischen Geräte. Wer vegetarisch lebt, verbraucht übrigens bis zu 2.400 Liter weniger als der Durchschnitt.

So ist der Wasserverbrauch pro kg bei Lebensmitteln und Gegenständen
Ob Fleisch, Eier, Kleidung, Autos oder Zucker: Diese Grafik zeigt, wie viel Wasser für die Produktion all dieser Güter verbraucht wird.

 

Wie liquide ist unsere Welt?

Weltweit führen die immer kleiner werdenden Trinkwasservorräte zu „Wasserstress“. Sprich: Das Verhältnis zwischen Wasser-Ressourcen und -verbrauch ist unausgeglichen. Bereits ein Viertel der Menschheit lebt in Ländern, die von Wasserstress betroffen sind.

 

Lange Dürren nehmen zu

Durch den Klimawandel wird in vielen Teilen der Welt Süßwasser immer knapper. Und so werden auch die hygienischen Bedingungen immer schwieriger. Etwa 2,1 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Hinzu kommt: Große Lebensmittelkonzerne, die Quellen kaufen, um den Menschen das abgepumpte Wasser teuer zu verkaufen. Leisten können sich die Betroffenen das Nass aus der Plastikflasche meist nicht. Und das, obwohl die Vereinten Nationen eine Resolution beschlossen haben, die besagt, dass der Zugang zu sauberem Wasser ein Menschenrecht ist.

 

Das Wasser schwindet – auch in Deutschland

Auch hier verschärft sich die Situation. Der Grund: Sommer mit Rekordhitze hinterlassen ihre Spuren, die immer deutlicher werden. 2019 wurde im niedersächsischen Lingen der deutsche Hitzerekord gebrochen: 42,6 Grad Celsius. Und so gibt es einen traurigen Trend: Flüsse trocknen aus, Seen fallen auf einen Wassertiefstand und unsere Wälder und Felder ächzen unter der Hitze. Der Borkenkäfer, der Feind unserer heimischen Wälder, kann sich bei den warmen Temperaturen ungehindert ausbreiten und hat dann leichtes Spiel bei den ohnehin geschwächten Bäumen. (Wie du Bäume bei dir zu Hause und in deiner Nachbarschaft in Zeiten mit wenig Niederschlag hilfst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.  Durch die heißen Sommer steigt auch der Wasserverbrauch in der Landwirtschaft an. Experten befürchten, dass es in der Zukunft zum Streit zwischen Landwirtschaft und der Trinkwasserversorgung kommen könnte. Denn das Wasser aus dem Hahn wird zu 74 Prozent aus unserem Grundwasser gewonnen.

 

Kleine Schritte zum Wasser sparen

In diesem Monat wollen wir dich dazu motivieren, möglichst viel virtuelles Wasser zu sparen. Du willst außerdem deinen CO2-Konsum überprüfen? Mehr Infos dazu gibt es in diesem Blogbeitrag.

 

Im Bad

Perlstrahler (ab 5 Euro) am Waschbecken mischen dem Wasser Luft bei. So wird der Verbrauch reduziert, der Strahl bleibt aber genauso voll wie vorher.

Ein Sparduschkopf (um 20 Euro) funktioniert nach demselben Prinzip: Mehr Luft im Wasser senkt den Verbrauch und es duscht sich genauso gut wie vorher.

Beim Spülen der Toilette wenn möglich die Spartaste verwenden.

Nicht zu lange duschen und möglichst wenig baden.

Beim Zähneputzen Wasser abstellen.

 

Im Haushalt

Eigene Routinen überprüfen; Muss mein Glas nach einmaligem Gebrauch gespült werden? Reicht es vielleicht aus, Jeans und T-Shirt nach dem Tragen zu lüften?

Die Spülmaschine erst anschalten, wenn sie gut gefüllt ist. Geschirr nicht vorspülen.

Obst und Gemüse in einer Schüssel waschen – und das Wasser dann zum Blumengießen verwenden.

Waschmaschine immer gut befüllen.

 

Im Garten

Den Rasen nicht jede Woche mähen, damit er nicht austrocknet und künstlich bewässert werden muss.

Ein Tropfschlauch statt eines Rasensprengers bewässert effektiv und sparsam.

Regenwasser auffangen und zur Bewässerung nutzen.

Auf Hochdruckreiniger verzichten, die um ein Vielfaches mehr Wasser verbrauchen als herkömmliche Methoden mit Eimer und Lappen.

 

365 Tage Klimaschutz – mach mit bei unserer Aktion!

Du hast selbst gute Ideen für Klima- und Umweltschutz? Teile deine Vorschläge mit uns und anderen auf Facebook, Instagram oder unserer Aktionsseite. So können wir gemeinsam immer mehr Menschen auf das Thema aufmerksam machen und inspirieren, selbst etwas zu ändern.

Für jeden zielgerichteten Vorschlag, den du uns auf unserer Mitmach-Seite schickst, pflanzen wir über Bergwaldprojekt e.V. einen Baum und haben auch ein kleines Dankeschön für dich persönlich.

 

Bist du dabei?

Deine kleinen Schritte

... für ein nachhaltigeres Leben „zum Mitnehmen“. Diese kleine Erinnerungshilfe soll dich dabei unterstützen, auch im Alltag weniger Wasser zu verbrauchen. Wenn du möchtest, kannst du im Laufe der Zeit auch abhaken, was du schon umgesetzt hast:

 

 

 

Mitmach-Karte: Meine kleinen Schritte im November. Wasser sparen!

 

Weitere Ideen kannst du gerne und jederzeit mit uns und allen anderen Leserinnen und Lesern teilen. Schreib sie einfach in die Kommentare.

 

#365TageKlimaschutz
#SauberEnergie

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