KLIMABLOG

16.08.2022

So schützt du deinen Garten vor Trockenheit und Hitze

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Die Extremsommer der vergangenen Jahre stellen so manchen Hobbygärtner vor große Herausforderungen. Die gute Nachricht ist: Es gibt so einiges, was du gegen Trockenheit und Hitze in deinem Garten tun kannst. Wir haben ein paar Tipps für dich gesammelt, die hierbei helfen können.

 

Regel Nummer 1: Richtig gießen!

Richtig Blumen und Pflanzen Gießen Schnecken Uhrzeit Häufigkeit

Der erste Tipp dürfte eingefleischte Gärtner kaum überraschen: Wer zu den richtigen Zeiten gießt, verhindert Verdunstung und spart so eine Menge Wasser. Statt in der Mittagssonne solltest du daher lieber am Morgen oder am Abend gießen – die Sonne ist hier noch nicht so intensiv und die Temperaturen noch milder. Aber aufgepasst: Wer nicht nur Zierpflanzen, sondern auch Gemüse anpflanzt, sollte lieber morgens als abends gießen. Denn nächtliche Feuchte an den Pflanzen zieht Schnecken an, die sich dann freudig über Salatköpfe & Co hermachen. Wem sein Gemüsebeet lieb ist, der muss daher wohl oder übel in den sauren Apfel beißen und auch mal etwas früher aufstehen.

 

Weniger Rasenmähen

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In den letzten Sommern glichen viele Rasenflächen eher einer Steppe als einer grünen Wiese. Die gute Nachricht ist: Es könnte nicht leichter sein, dem vorzubeugen! Das Gegenrezept heißt Faulenzen: Einfach den Rasenmäher öfter stehen lassen und die Wiese auch mal sprießen lassen. Das hilft nicht nur gegen Trockenheit, sondern ist darüber hinaus auch gut für die Artenvielfalt: Wildblumen und Gräser sind ein wahres Paradies für Bienen und Insekten aller Art. Ein kurzgeschorener englischer Rasen ist demgegenüber aus biologischer Sicht eher eine grüne Wüste. Übrigens macht es auch schon einen gewaltigen Unterschied, wenn man beim Mähen ein paar „Inseln“ übrig lässt – etwa wenn die Kinder kurzen Rasen zum Fußballspielen brauchen.

 

Tröpfchenbewässerung, Perlschlauch & Co

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Israel hat es vorgemacht: Auch mit wenig Wasser lässt sich effizient bewässern. Das Zauberwort heißt hier Tröpfchenbewässerung: Schläuche mit winzigen Löchern versorgen die Pflanzen punktgenau mit Wasser. Was nach High-Tech klingt, muss nicht unbedingt teuer sein - Tröpfchenbewässerungssysteme gibt es schon ab 20 €. Wer es etwas weniger aufwendig haben möchte, kann sich auch einen ein Perlschlauch zulegen: Der arbeitet zwar etwas weniger exakt als ein Tropfschlauch, kann aber immer noch dabei helfen, Wasser zu sparen.

 

So bewässerst du deine Pflanzen im Urlaub

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Wer kennt das nicht: Der Urlaub steht vor der Tür, und plötzlich fällt einem ein, dass sich in der Zwischenzeit niemand um die Pflanzen kümmert. Denn während Sukkulenten und Kakteen auch gut mehrere Wochen ohne Wasser auskommen, müssen andere Pflanzen regelmäßig gegossen werden.

Wer keine Lust hat, den Nachbarn oder Freunde zu fragen, kann auf Bewässerungskugeln oder DIY-Lösungen zurückgreifen. Du kannst zum Beispiel kleine Löcher in den Deckel einer Flasche stechen, und diese umgedreht in die Erde stecken – das Wasser sickert dann langsam zu den Wurzeln durch. Solange du nicht gerade eine Weltreise vor dir hast, kannst du dann getrost ein oder zwei Wochen von zu Hause wegbleiben.

 

Langfristig planen: Das richtige Mikroklima ist das A und O

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Zugegeben, dieser Tipp lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Doch seinen Garten im Vorhinein richtig zu planen, kann einen enormen Unterschied ausmachen. Bei der Planung kann man sich getrost die Natur zum Vorbild nehmen: Bäume, Hecken und Sträucher übernehmen zum Beispiel eine Vielzahl von Funktionen. Sie sind nicht nur wichtig für die Artenvielfalt, sondern helfen dabei, ein gesundes Mikroklima zu erschaffen. Indem sie Schatten spenden und vor Wind schützen, beugen sie Verdunstung vor und können lokal für deutlich niedrigere Temperaturen sorgen. Es macht daher vor allem Sinn, Pflanzen dieser Kategorie an der Windseite deines Gartens zu platzieren. Auch Gräben, Hügel und Teiche können das Mikroklima deines Gartens erheblich beeinflussen: Indem sie hohe Temperaturen abpuffern, helfen sie dabei, sensiblere Pflanzen vor extremer Hitze zu schützen.

 

Erholung für dich und die Natur

Wie du siehst, gibt es viele Tricks und Kniffe, um deinen Garten fit gegen Trockenheit und Hitze zu machen. Dabei kannst du nicht nur dir selbst einen kühlen Rückzugsort verschaffen, sondern darüber hinaus die Natur unterstützen, indem du Artenvielfalt und Bodenqualität förderst.

Die SAUBER ENERGIE wünscht viel Freude beim Gärtnern!

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