12.11.2018

WWF-Living-Planet-Report: Jeder kann etwas fürs Klima tun

Junge für den Klimaschutz: Ökologischen Fußabdruck verringern

Wir verbrauchen die Vorräte der Erde schneller, als die Natur sie erneuern kann. Das ist eine der Kernaussagen des aktuellen „Living Planet Reports“ der Umweltschutzorganisation WWF, der alle zwei Jahre veröffentlicht wird. Und dieser Ressourcenverbrauch hat weitreichende Folgen: Der Bestand an Tieren ist seit 1970 um 60 Prozent zurückgegangen, heißt es in der aktuellen Studie. Weltweit schrumpfen die Wälder, in den vergangenen fünfzig Jahren verlor der Amazonas-Regenwald demnach fast ein Fünftel seiner Fläche. Die alarmierenden Zahlen des WWF können bedrohlich klingen – der Report birgt aber auch eine andere Botschaft: Jeder kann etwas tun, um das Klima zu schonen.

Der Ökologische Fußabdruck

Maßstab für den Ressourcenverbrauch jedes einzelnen Menschen ist der „Ökologische Fußabdruck“. Er spiegelt wider, wie stark der Mensch die Ökosysteme der Erde beansprucht. Gezählt werden dabei alle Ressourcen, die für den Alltag benötigt werden, also zum Beispiel Nahrungsmittel, Kleidung, Energie. Daraus wird ein Flächenverbrauch abgeleitet, welcher dann wiederum auf alle Menschen hochgerechnet und mit den auf der Erde real verfügbaren Flächen verglichen wird.

Das Ergebnis aus dem diesjährigen WWF-Report für Deutschland: Wenn alle Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir 2,6 Erden, denn der deutsche Fußabdruck liegt bei etwa 5 Hektar. Der „gerechte“ Ökologische Fußabdruck liege jedoch bei 1,7 Hektar.

Der Ökologische Fußabdruck ist aber nicht nur ein Indikator für den Flächenbedarf pro Person, sondern auch für die CO2-Belastungen. Je größer der jeweilige Fußabdruck, desto stärker auch die CO2-Emisssionen. Aus dieser Perspektive leben wir auf noch „größerem Fuße“, nämlich dem Fünffachen des Verträglichen. In Deutschland verursacht jeder Mensch zurzeit durchschnittlich 12,5 Tonnen CO2. Die Empfehlung der Experten, wenn wir unser Klima auch für die kommenden Generationen schützen wollen, liegt dagegen bei zwei Tonnen CO2 jährlich pro Kopf.

Jeder kann etwas tun

Wie groß unser eigener Ökologischer Fußabdruck ist, haben wir selbst in der Hand. Wichtige Faktoren sind zum Beispiel das Thema Mobilität, die Ernährung, aber auch unser Energieverbrauch und unser Einkaufsverhalten. Konkret heißt das: öfter mal aufs Rad steigen, statt das Auto nehmen, die Bahn dem Flugzeug vorziehen, mehr Gemüse und Getreideprodukte statt Fleisch essen, weniger Dinge aus Plastik (oder die mit Plastik verpackt sind) kaufen. Natürlich auch: auf Ökoenergie umsteigen und sparsam heizen.

Dabei muss nicht jeder gleich die Welt retten. Schon kleine Schritte reichen, um in der Summe Großes zu bewirken. So hat der WWF zum Beispiel ausgerechnet, dass jeder Deutsche etwa 2,5 Tonnen CO2-Emissionen allein durch seine Ernährungsgewohnheiten verursache. Das sind knapp ein Viertel des jährlichen CO2-Fußabdrucks pro Person. Öfter mal etwas Vegetarisches auf dem Tisch, das ist demnach ein großer Stellhebel beim Klimaschutz.

Weitersagen!

Wichtig ist aber auch, mit anderen darüber zu reden, wie wir das Klima schützen können. Wie motivierst du deine Freunde, Familie, Nachbarn? Wie können wir in einer echten Gemeinschaft etwas erreichen?

SAUBER ENERGIE ruft zum „Weitersagen“ auf. Teile Deine Geschichte auf www.mit-energie-anpacken.de. Die ersten 50 Teilnehmer erhalten ein „klimaneutrales Jahr“: Das heißt, ein durchschnittlicher CO2-Fußabdruck eines Jahres wird durch SAUBER-ENERGIE-Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Drei ausgeloste Klimaschützer kommen außerdem in den Genuss eines Klimahaus-Erlebnis-Wochenendes in Bremerhaven: freier Eintritt in das renommierte Klimahaus Bremerhaven 8 Grad Ost inklusive Hotel-Übernachtung.

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