KLIMABLOG

21.04.2022

5 Start-Ups, die unsere Welt nachhaltiger machen

In Zeiten, in denen uns Klimawandel und Ressourcenknappheit vor gewaltige gesellschaftliche Aufgaben stellen, brauchen wir mehr denn je Menschen mit innovativen Ideen, um die Welt von morgen nachhaltig zu gestalten. Am offiziellen Tag der Erneuerbaren Energien stellen wir dir deshalb 5 geniale Start-Ups vor, die unser Leben grüner machen wollen.

 

Sono Motors

Was 2012 als fixe Idee von zwei 18-Jährigen Schulfreunden begann, ist inzwischen eines der vielversprechendsten Start-Ups in Deutschland. Und während sich andere Unternehmen über große Investoren finanzieren, schaffte es das Projekt aus München fast ausschließlich über Crowdfunding. Die Vision der Gründer: Statt teuren Luxuswägen ein bezahlbares Elektroauto für alle zu bauen. Der Clou ist hierbei, dass die Karosserie des Wagens aus Solarmodulen besteht, weshalb sich das Auto zum großen Teil ganz von selbst auflädt. Seit letzten Monat fährt bereits ein Bus der MVG mit dieser Technologie über die Straßen Münchens. Die ersten Exemplare des SONO Sion sollen schon nächstes Jahr ausgeliefert werden.

 

RheinSharing

Von München geht’s nach Köln, denn auch in der Domstadt gibt es spannende Projekte im Bereich der Energiewende! Das Projekt RheinSharing etwa wurde von Studierenden der TH Köln entwickelt. Das Ziel: Die Strömung des Rheines benutzen, um Ladestationen für E-Fahrzeuge aller Art zu betreiben und so für eine klimaneutrale Mobilität in der Innenstadt zu sorgen. Wer weiß, vielleicht fährt ja schon bald ein Münchner E-Auto mit Strom aus dem Rhein durch Köln?

Mehr zum Thema gibt’s übrigens in unserem Blogbeitrag zum Thema Wasserkraft.

 

Blue Freedom

Wir bleiben beim Thema und innerhalb Deutschlands. Bei einem Wasserkraftwerk denkt man erst einmal an gigantische Staumauern, wuchtige Turbinen und riesige Stauseen. Dass es aber auch im Miniaturformat funktionieren kann, beweist das Start-Up Blue Freedom aus Bayern: Ihr Miniatur-Wasserkraftwerk hat gerade einmal einen Durchmesser von 20 cm. Gedacht ist es vor allem zum Laden von Handy & Co., zum Beispiel bei mehrtägigen Trekking- oder Fahrradtouren. So lässt sich auch in der Natur surfen – zum Beispiel mit dem SAUBER WALDFUNK.

Übrigens: Auch wir bei SAUBER Energie setzen auf 100% regenerative Energie aus Wasserkraft.

 

HomeBiogas

Nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine ist klar, dass wir Alternativen zum Erdgas benötigen, denn auch Erdgas ist ein fossiler Brennträger und daher nicht erneuerbar. Gleichzeitig können Biogasanlagen noch nicht den kompletten Bedarf an Gas decken und werden oft mit Pflanzen aus Monokulturen gefüttert – auch wenn es hier bereits vielversprechende Ansätze gibt, die zeigen, dass Biodiversität und Biogas durchaus vereinbar sind. Projekte des NABU oder der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft haben beispielsweise gezeigt, dass auch Wildblumenmischungen eine hervorragende Quelle für Biogas sein können und gleichzeitig für mehr Artenvielfalt sorgen.

Ein Start-Up aus Israel geht demgegenüber einen völlig anderen Weg: Das Projekt HomeBiogas hat eine Mini-Biogasanlage für Zuhause entwickelt, das schon kleine Mengen an Küchenabfällen zu Gas umwandelt, das z.B. zum Kochen benutzt werden kann. Ganz nebenbei entsteht darüber hinaus Flüssigdünger für den Garten. Die Technologie kommt hierbei nicht nur wohlhabenden Konsumenten in Industrienationen zu Gute, sondern ist auch für den Einsatz in Entwicklungsländern geeignet.

 

Joulia

Wasser zu verbrauchen, muss nicht per se umweltschädlich sein – entscheidend ist hier vor allem, wann und wo Wasser verbraucht wird. Während in Deutschland in der Regel genügend Wasser vorhanden ist und ein gewisser Verbrauch an Leitungswasser sogar notwendig ist, damit die Leitungen keim- und schadstofffrei bleiben, sorgt unser Konsumverhalten an anderen Orten der Erde für gravierende Umweltprobleme in Folge von Wassermangel.

Bei der Umweltbilanz unseres Haushaltsverbrauchs fällt daher weniger die Menge an benutztem Wasser ins Gewicht, sondern vielmehr die Energie, die für dessen Erhitzen benötigt wird, wie etwa das Umweltbundesamt betont. Insbesondere beim Duschen muss Wasser zuerst energieintensiv erwärmt werden, nur um Sekundenbruchteile später im Abfluss zu verschwinden. Das schweizerische Start-Up Joulia hat sich hierfür eine ebenso einfache wie brilliante Lösung einfallen lassen: Es produziert Duschrinnen mit Wärmetauscher, wodurch die Wärme des Abwassers für den nächsten Duschgang genutzt werden kann.

PS: Weitere clevere Energiespartipps findest du in unserem Energie-Ratgeber.

 

Mit Innovation für eine lebenswerte Zukunft

Auch wenn die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit gewaltig sind: Der Einfallsreichtum und die Kreativität vieler Menschen gibt Hoffnung, dass wir sie bewältigen können. Denn egal ob es sich um Mobilitätskonzepte, Alltagsprodukte oder die Energieversorgung handelt: Die Welt von morgen wird aus den Ideen von heute gebaut.

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